Naturwärme und Naturstrom aus Biomasse für die Stadtgemeinde Baden. Am 12. Oktober 2006 wurde das Biomasse-Fernheizwerk Baden durch den NÖ Umweltlandesrat Josef Plank und EVN Vorstandsdirektor Burkhard Hofer offiziell eröffnet. Bereits seit Juni 2006 werden in dieser Biomasseanlage Strom für rund 10.000 Haushalte und Fernwärme für 10.000 Haushalte aus Hackschnitzeln erzeugt. Der Biomassekessel hat eine Leistung von 26,5 Megawatt, die elektrische Leistung der Anlage beträgt 5 Megawatt. Die Stadt Baden spart damit über 45.000 Tonnen CO2 pro Jahr ein.
Die Investitionskosten für die Anlage betrugen 20 Mio. EUR. Zu den Naturwärmekunden zählen Haushalte, Wohnhausanlagen, öffentliche Anlagen (Krankenhaus, Bezirkshauptmannschaft, Kurheime) sowie die Römertherme und das Casino Baden. Das Werk in Baden hat einen jährlichen Bedarf an Holzhackschnitzeln von rund 200.000 Schüttraummetern.
Damit liegt der Biomassegesamtbedarf der EVN in Niederösterreich bei nunmehr rund 900.000 Schüttraummetern. Bei der Rohstoffversorgung der Anlage wird EVN von den regionalen bäuerlichen Genossenschaften Bad Vöslau, Pottenstein, St. Veit an der Gölsen und Krumbach unterstützt. Bei der Verbrennung von Biomasse wird nur so viel CO2 freigesetzt, wie die Pflanzen während ihres Wachstums aus der Luft aufgenommen haben, so daß dieser Energieträger als CO2-neutral bezeichnet wird.